Eine neue Patientin betritt Ihr Behandlungszimmer und Sie meinen ein gemurmeltes "Oh mein Gott!" und einen mitleidigen Blick auf Ihre Inneneinrichtung wahrzunehmen. Was würden Sie damit tun?
Psychotherapie und psychotherapeutische Ausbildung: Nachdenkliches, Zeitkritisches, Humorvolles und Lehrreiches aus der Heidelberger Tiefenpsychologie - Szene
Donnerstag, 30. August 2018
Montag, 2. Juli 2018
Vom Verschwinden der Dinge
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| 213 cm hoch gewordener Himbeerstrauch, noch immer auf ein Himbeerstrauchgestell wartend |
An dieser Stelle sollte eigentlich der Juli-Text stehen. Leider ist er verschwunden. Korrekter: Gar nicht erst entstanden. Eigentlich müsste es also „Vom gar nicht erst Entstehen der Dinge“ heißen. Klingt nur nicht so gut. Aber machen wir so weiter. Warum entstehen die Dinge gar nicht erst? Verrückt, könnte man meinen, es gibt doch so viele Dinge. Ja, das stimmt. Nur: Vielleicht sind die Dinge mehr geworden, aber die Zeit dieselbe geblieben, und nun passen sie gar nicht mehr alle hinein in die Zeit – so als würde man Unmengen neuer Socken kaufen, aber die Sockenschublade ist eh schon knapp bemessen…
Das betrifft auch Psychotherapeuten. Fertige wie solche in Ausbildung.
Dienstag, 15. Mai 2018
Warum es sich lohnt, als Tiefenpsychologe ein Gedicht zu lesen
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| "Explosion-of-Emotion"
Digitalgrafik: mit freundlicher Genehmigung von
Frau Dr. Jutta Lindemann, Erfurt
www.lindaspixelwelten.de
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Es gibt dich
Hilde
Domin
Dein Ort ist
wo Augen dich ansehen.
Wo sich Augen treffen
entstehst du.
Von einem Ruf gehalten,
immer die gleiche Stimme,
es scheint nur eine zu geben
mit der alle rufen.
Du fielest,
aber du fällst nicht.
Augen fangen dich auf.
Es gibt dich
weil Augen dich wollen,
dich ansehen und sagen
daß es dich gibt.
Warum schreibe ich auf einem tiefenpsychologischen Blog über Gedichte? Weil ich finde, sie verdienen mehr Beachtung. Sie zeigen so viel aus dem Seelenleben eines Menschen! Wenn der Traum der „Königsweg zum Unbewussten“ sein soll,
Freitag, 2. März 2018
Fragen fragen II
Eine Patientin, die bisher zwar zurückhaltend, aber gesprächsbereit war, kommt neuerdings in die Sitzungen und schweigt. Minutenlang. Gefühlt stundenlang. Die Sitzungen scheinen sich stets ins Unermessliche zu ziehen. Was würden Sie tun?
Donnerstag, 25. Januar 2018
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